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Rock am Kuhteich 2019


 
 

fotos Florian Anhorn

Auf der Suche nach wahrer Festivalkultur stoßen wir immer wieder auf kleine Perlen, abseits dessen, was oft nicht mehr als aufgeblasene Konsumtempel sind. Es zieht uns an Orte, wo „handgemacht“ mehr als nur eine Phrase ist und wo DIY Kultur noch gelebt wird. Auch wenn es bedeutet, dass bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gecampt wird und der Regen zeitweise in Flocken zu Boden fällt.

 

Kein Fashion-Store auf dem Gelände, kein Autoscooter oder Riesenrad und keine Bands, die für ihre aufwendige Pyro-Show gebucht werden. Stattdessen erschwingliche Getränkepreise, handgemachte Musik und ausreichend Direktkontakt.

Höme Fotograf Florian Anhorn hat seine Saison am ersten Maiwochenende auf dem Rock am Kuhteich in der Nähe von Leipzig eröffnet und ist dort fündig geworden. Klein, ehrlich, echt und politisch. Ein wake-up call in Festivalform.















Hallo, mein Name ist Johannes und ich hatte irgendwann mal die Idee zu diesem Projekt hier. Wenn ich Morgens zu meinem Zelt wanke, es hier und da nach Urin riecht, wenn eine kleine Gruppe von Leuten in ihrem Camp beim letzten Bier noch Britney Spears hört, während im Nachbarcamp zwar schon alle auf ihren Stühlen eingepennt sind, aus dem Ghettoblaster aber trotzdem noch lautstark Heavy Metal läuft – dann finde ich das romantisch. So romantisch sogar, dass ich irgendwann angefangen habe, neben eigenen Veranstaltungen noch für Festivals zu arbeiten. Und so romantisch, dass ich irgendwann unbedingt genau diese Momente festhalten und zeigen wollte. Denn diese Dinge machen Festivals für mich aus.