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Mittelmeer-Feeling an der Costa Cospuda

Dreierlei mit dem TH!NK? Festival


 
 

interview Festivalpost
redaktion Jonas Rogge
fotos Arvid Wuensch, Frank Embacher, Jon Renker

Tanzen am Sandstrand, Sonnensegel, Palmen-Deko und ein hochkarätiges Techno- und House-Line-Up – das TH!NK? Festival bringt ein Stück Ibiza nach Sachsen.
Dabei bietet es in unschlagbarer Nähe sowohl Freiluftrave direkt am See als auch urbane Clubatmosphäre.

 

Aus dem maritimen Setting am Cospudener See können gut hydrierte Besucher*innen im Anschluss an das Tagesprogramm auf die Afterhour ins nahegelegene Leipzig wechseln. Die findet in der Distillery statt, dem ältesten Technoclub Ostdeutschlands. Für alle Freunde elektronischer Musik, die nicht ohnehin schon vor Ort sind, hört sich das nach einem guten Grund für eine Entdeckungsreise in die alternative Kulturhauptstadt Leipzig an.
Martin vom TH!NK?-Team hat uns ein bisschen mehr dazu erzählt.

Name: Martin Driemel
Alter: 38
Wohnort: Leipzig
Tätigkeit beim TH!NK? Festival: Head of Marketing, Art Director, Produktion

Drei Gründe, die dafür sprechen, beim TH!NK? Festival zu arbeiten:
– Der beste Arbeitsplatz der Welt (wenn das Wetter mitspielt, ist es sogar der allerbeste).
– Eine wahnsinnig tolle Crew und 100%-Handmade
– Freiraum und Selbstverwirklichung

Drei Gründe, die dagegen sprechen:
– Hier und da ist es sehr nervenaufreibend und stressig, nicht zu wissen, ob alles klappt.
– Wenig Schlaf und ein enormer Zeitaufwand
– Man wird nicht reich damit.


Drei Dinge, die euch als Veranstalter bei eurer Arbeit wichtig sind:
– Authentizität
– Gemeinschaft
– Herzblut und Enthusiasmus

Drei Dinge, die gestern auf deiner To-Do-Liste standen:
– Diverse Druckdaten freigeben.
– Pressematerial und Artist-Kits aufarbeiten.
– Unzählige Termine koordinieren.

Drei Dinge, die heute auf deiner To-Do-List stehen:
– Geländezugänge und Akkreditierungen visualisieren.
– Social-Media Kommunikation planen.
– To-Do-Liste für morgen schreiben.

Drei Dinge, die du während des Festivals zu tun haben wirst:
– 1000 Dinge auf einmal organisieren und koordinieren.
– Aufpassen, dass ich dabei nichts vergesse.
– Mich unbedingt immer wieder daran erinnern, selbst mal einen Moment zu finden, das TH!NK? und die Musik zu genießen.


Drei Horrorszenarien, vor denen du auf dem TH!NK? Festival Angst hast:
– Wenn irgendjemand (egal ob Gast, Tänzer*in oder Crew) zu Schaden kommt.
– Veranstaltungsabbruch und/oder Geländeevakuierung aus Gründen, die eine solche Maßnahme nötig machen.
– Wenn es für mich am Ende keinen Gin-Tonic mehr gibt.

Drei Dinge, die man auf dem TH!NK? Festival, abgesehen von Konzerte schauen, tun sollte:
– Baden gehen (natürlich nur wenn es nicht gewittert).
– Die 4 goldenen Regeln achten und auch leben: Toleranz, Rücksicht, Respekt, Zivilcourage.
– Eine Gisela trinken und die Afterhour besuchen.

Drei Acts, die du beim TH!NK? Festival gerne mal sehen würdest:
– Carl Cox
– International Pony (wenn es sie noch gäbe, haben sich ja leider 2010 aufgelöst)
– Adam Beyer

Drei Festivalmomente, die du nie vergessen wirst:
– 2012: Als Sven Väth mit dem letzten Track die Musik ganz langsam herunterfuhr und die ganze Masse an Leuten vor der Mainstage einfach weitergesungen hat. Das war unbeschreiblich.
– 2013: Als wir die Mainstage während des Aufbaus aufgrund eines über uns hereinbrechenden Gewitters fluchtartig räumen mussten, sich die gesamte Crew auf/in die Ladefläche eines daneben stehenden LKWs rettete und dann nur 2 Sekunden später ein Blitz unmittelbar neben uns in den Sand einschlug.
– 2014: Als die Pachanga Boys ihren Megatune „Time“ auf unserer kleineren Lawnstage in den Sonneruntergang spielten und man spürte, dass gerade wirklich jeder Gänsehaut bekommt oder schon bekommen hat.


Drei Festivals, die du in deinem Leben noch besuchen willst:
– Burning Man
– ADE
– Sziget

Drei Dinge, die es auf Festivals geben sollte, aber bisher nicht gibt:
– Kein schlechtes Wetter.
– Das Verständnis, dass Müll in die Tonne gehört.
– Saubere und stets wohlriechende WC’s, an denen niemand ansteht.

Drei Dinge, die du als Erstes umsetzen würdest, wenn du Chef vom Festival deiner Träume wärst und unbegrenzt Budget hättest:
– Die deutsche Bürokratie mit all ihren Hindernissen, Hürden und Schikanen aufkaufen, um sie danach grundsätzlich für alle Veranstalter zu reformieren.
– Ein eigenes Festivalgelände, was man nachhaltig gestalten kann.
– Einfach mal all diejenigen Acts einladen, die wir uns bis dahin nicht leisten konnten oder wollten.

Festivalfinder

TH!NK? Festival 2019

28. Juli – Cospudener See, bei Leipzig


Alle Infos zum Festival

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