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Herzblut im Heubergpark

Dreierlei mit dem EselRock Festival


 
 

text Sonja Winkler
fotos Daniel Osterkamp, Sebastian Schellewald, Till von Mallinckrodt

Klar, dass Wesels Musikfestival den Namen seines berühmtesten Bürgers trägt – doch klar ist auch, dass das EselRock Festival um einiges mehr als nur Rock zu bieten hat. Mit viel Herzblut und Engagement stellen die Macher für ihre Veranstaltung immer wieder ein Line-Up zusammen, das von Punkrock über Hip Hop bis zu Electro reicht.

 

Jedes Jahr auf’s Neue wird im Heubergpark sowohl jungen Nachwuchsbands aus der Region, als auch deutschlandweit bekannten Acts eine Bühne geboten.
Schon über 10.000 Besucher*innen haben in den letzten Jahren dieses musikalische Idyll am Niederrhein für sich entdeckt.

Warum Jan Plewka dafür verantwortlich ist, dass Simon Bleckmann den größten Blödsinn seines Lebens erzählt hat, erklärt er uns hier. 

Drei Songs, die bei dir aktuell rauf und runter laufen: 
Tim VantolIf we go down we go together
HeideroosjesUnited Scum
Bosse3 Millionen

Drei Gründe, die dafür sprechen, beim EselRock zu arbeiten:
– Glückliche Bands
– Glückliches Publikum
– Glückliche GEILE ehrenamtliche Crew und ehrenamtliches GEILES Orga-Team #geilstecrew

Drei Gründe, die dagegen sprechen:
– Sehr viel investierte Freizeit… 
– Müll mit den Händen aufsammeln… Gut, da drück‘ ich mich mittlerweile vor.
Alkoholhaltiges Bier erst wenn alle Besucher weg sind, dann aber richtig. 


Drei Dinge, die euch als Veranstalter bei eurer Arbeit wichtig sind (Wofür steht ihr, was wollt ihr erreichen?):
– Wir stehen für Herzblut.
– Die Künstler sollen sich bei uns wohlfühlen, dass was wir nicht an Gage haben möchten wir durch Einsatz, Betreuung und Drumherum bieten. Herzblut halt! 
– Nachwuchsförderung lokaler regionaler Stromgitarrenbands… irgendwie werden es aber immer weniger. Wird mal Zeit für ein weiteres Tokio Hotel.

Drei Dinge, die gestern auf deiner To-Do-List standen?
– Hotelzimmer abchecken und buchen.
Sponsorentermine absprechen und vereinbaren.
– Darüber grübeln, ob wir mal die Biermarke wechseln … 

Drei Dinge, die du während des Festivals zu tun haben wirst:
– Mit dem Henk durch das Programm führen und einen Kasten Alkoholfreies Pilsbier trinken. 
– Versuchen, entspannt zu wirken. Bin ich die letzten Jahren sogar wirklich wegen dem tollen Team. Glaubt mir nur keiner!
In die Wetter App gucken und mich selbst dann damit bekloppt machen.

Drei Horrorszenarien, vor denen du auf dem EselRock Angst hast:
– Kurzfristige Band Absagen 
– Unwetter
–  … noch mal Unwetter 

Drei Dinge, die man auf dem EselRock abgesehen von Konzerte schauen, tun sollte:
– Den Heubergpark kennenlernen, eine wunderbare Idylle mitten in Wesel.
– An der Tombola teilnehmen, davon finanziert sich das Festival.
– Getränke und Essen auf dem Gelände kaufen, davon finanziert sich das Festival auch.

Drei deiner schönsten Festivalbesuche aus den letzten Jahren?
Jera on Air in Ysselstein und dort Boy Sets Fire im kleinen Rahmen sehen.
Groezrock in Meerhout mit No Use and Friends (RIP Tony Sly)
– Das grandiose Ruhrpott Rodeo bei uns um die Ecke in Hünxe… da gehts wieder hin. MIGHTY MIGHTY BOSSTONES GUCKEN! 

Drei Acts, die du beim Esel Rock  gern mal sehen würdest
Puuuuhhhhhh… schwierig.  
Guns n’ Roses 
Die Toten Hosen
– Und vielleicht etwas realistisch Millencolin oder Donots.

Drei Festivalmomente, die du nie vergessen wirst
– 2009 Akki Bosse spielt solo als letzer Act des Festivals und es nieselt leicht.
–  2012 gemeinsame mit Sibbi von Itchy die Niederlage des FC Bayern gegen Chelsea im Champions League Finale gucken.
– 2018: Warten auf Jan Plewka von Selig und 15 endlose Minuten einer Moderation auf der Bühne. Soviel Mist habe ich noch nie in meinem Leben erzählt… 

Drei Dinge, die es auf Festivals geben sollte, aber bisher nicht gibt:
Sind Festivals nicht eigentlich so gut wie sie sind? 
– Kein WC-Schlangen… selbst im Backstage steht man an. 
– Dass kein Mensch sein Handy rausholt und filmt… schaut man sich eh nieeeee wieder an. 
– „Es gibt keinen Regen-Garantie“ – allerdings gibt es da so fast beim EselRock. Nur ohne Gewähr. 

Drei Dinge, die du als erstes umsetzen würdest, wenn du Chef vom Festival deiner Träume wärst und unbegrenzt Budget hättest
Ich bin nicht Chef, sondern eher „Leiter“- selbst das passt nicht – meines Herzensfestivals. Unbegrenztes Budget? 
– Traumbands buchen.
– Profis für’s Müllaufsammeln engagieren.
– Die dickste Partyreise für die gesamte Crew raushauen.

Festivalfinder

EselRock 2019

31. Mai – 01. Juni – Wesel


Alle Infos zum Festival

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