Ein Ort wie dieser: Erinnerungen vom Immergut Festival 2017

Auf dem langen Weg zur Volljährigkeit wurde das Immergut Festival bereits unzählige Male als der wichtigste Treffpunkt der Indie-Szene dieses Landes betitelt. Ein absolutes Muss für Indieliebhaber aller Altersklassen, Indie-Himmel, Indie da, Indie dort. In Zeiten, in denen fast jede Art von Musik irgendwie als Indie bezeichnet werden kann und fast jedes Festival Line-Up mit den üblichen Indie-Verdächtigen gespickt ist, klingt „Indie-Szenetreff“ etwas weniger aussagekräftig als es vielleicht vor 10 Jahren noch der Fall war. Was also macht das Immergut Festival heute so besonders? Wieso ist ein Immergut vielleicht wichtiger und wertvoller denn je?

Mit dem Gesicht im Dreck: Festivalfotografie mit Dominik Wagner

Festivalfotografie ist für mich eine Gratwanderung. Manchmal muss ich mich zusammenreißen, um nicht einfach in der Stimmung und der Musik aufzugehen, das Fotografieren sein zu lassen und einfach Teil der feiernden Meute zu werden. Dem gegenüber steht der Fotograf, der am liebsten jeden Augenblick dokumentieren möchte und sich dadurch subjektiv zu weit von der Atmosphäre abgrenzt.

Der Künstlerbereich vom Immergut Festival – Bands im Bauwagen

Dass das bald volljährige Immergut Festival besonders liebenswert ist, sollte allgemein bekannt sein. Aber nicht nur für die Gäste, auch für viele Bands ist das Immergut mehr als eine Fahrt ins Grüne. Einer der Gründe dafür ist der außergewöhnliche Künstlerbereich. Denn während meist ein kahler Container oder liebloser Wohnwagen als Garderobe und Rückzugsort für die Bands herhalten muss, kommen Künstler auf dem Immergut anderweitig unter. Die in liebevoller Handarbeit hergerichteten alten Bauwagen machen den Bereich hinter der Hauptbühne zu einem kleinen Künstlerdorf.