Fotos: Udo Berner

Während Festivalbesucher sich Sorgen machen, ob der Werbegeschenk-Regenponcho im Falle von Regen auch wirklich hält oder ob die Kumpels endlich vom Bier holen zurückkommen, schaut das Leben von Festivalmachern meist etwas holpriger aus. Kleine Sorgen, große Dramen oder unscheinbare Momente, die als Motivationsschub für ein ganzes Jahr reichen – jeder hat seine ganz eigenen Geschichten und genau die wollen wir hören.

Den Anfang unserer Serie macht Krister Kraak vom seit 1975 bestehenden Festivalkult. Selbst seit 2007 mit und dabei und zuständig für Finanzen, Booking und Drucksachen, hat er uns jeweils drei schöne und drei weniger schöne Beispiele für seine ganz persönliche Berg- und Talfahrt geschickt.

Angenehm

Ankommen zum Aufbau… Am Wochenende vor dem Festival kommen erst mal nur die engsten Helfer. Als erstes wird das Küchenzelt gebaut, danach die Feuerstelle ausgehoben. Es ist noch übersichtlich und gemütlich abends am Lagerfeuer…

Unangenehm

Eine britische Band (immerhin Co-Headliner am Festivalsamstag), zu der wir sehr viel positives Feedback bekommen haben, ist nach nur einem Stück runter von der Bühne. Nach gutem Zureden der Bühnencrew haben sie noch zwei weitere Lieder gespielt und dann die Bühne endgültig verlassen. Obwohl die schon einen Tag vor ihrem Gig angereist waren, haben sie uns erst ca. 2 Stunden davor gebeichtet, dass der Gitarrist angeblich in Calais im Knast sitzen würde und somit die Band nicht komplett sei. Alle Versuche Ersatz zu finden wären gescheitert. Da somit eh keine Zeit mehr war nach Alternativen zu schauen und da uns die Band versichert hat trotzdem einen guten Gig hinzubekommen, haben wir das so auf uns zukommen lassen und es bitter bereut…

Angenehm

Der Augenblick wo feststeht, dass man wieder erfolgreich gewirtschaftet hat. I.d.R. am Festivalfreitag gegen 03.00 Uhr, wenn ich fertig bin die Einnahmen des ersten Tages zu zählen.

Unangenehm

Der Augenblick wo feststeht, dass man leider nicht erfolgreich gewirtschaftet hat. I.d.R. am Festivalfreitag gegen 03.00 Uhr, wenn ich fertig bin die Einnahmen des ersten Tages zu zählen…

Angenehm

Die dritte Situation kann das Foto besser beschreiben… »Mein Headliner«

Unangenehm

Beim Festival 2014 waren wir ab Samstag gegen 17.00 Uhr damit beschäftigt das Regenradar zu beobachten. Diverse Gewitterfronten zogen in Richtung unseres Geländes und jedes Mal wurde der Abbruch des Festivals in Erwägung gezogen. Letztendlich sind die Gewitter überall um uns herum niedergegangen und bei uns hatten wir ziemlich genau drei Regentropfen. Entwarnung gab es dann gegen 22.00 Uhr.

Festivalkult 2016: Porta Westfalica – Veltheim / 05.-07. August
Alle Infos zum Festivalkult gibt es hier: festivalkult.de
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